Am Freitag wurde es wieder spannend, die Zeugnisvergabe stand an.
Wie jedes Jahr gab es viele strahlende Gesichter zu sehen, aber auch Tränen…
Denn nicht bei jedem war das Zeugnis so ausfallen, wie es erhofft wurde.
Viele Eltern fragen sich dann: Woran liegt es? Wird mein Kind den Schulabschluss schaffen? Was kann man tun?
Wichtig ist, dass Sie als Eltern Ruhe bewaren und gemeinsam mit Ihrem Kind versuchen, eine Lösung zu finden.
Unsere Tipps können Ihnen vielleicht dabei helfen, dass es schon bald wieder bergauf geht.
Sie können sich außerdem an eine der Beratungsstellen der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung e.V. wenden. Auf der Homepage http://www.antenne.de/zeugnisse_eltern/www.bke-beratung.de gibt es eine Suchfunktion für Stellen in Ihrer Nähe.
Hilfe und Unterstützung leisten auch die 96 Jugendämter, die rund 180 Erziehungsberatungsstellen der bayerischen Kommunen und Sorgenhotlines wie die „Nummer gegen Kummer“ des Deutschen Kinderschutzbundes unter freecall 0800-1110333 (für Jugendliche) oder 0800-1110550 (für Eltern). Darüber hinaus steht Schülern und Eltern auch das Angebot der staatlichen Schulberatung zur Verfügung (http://www.schulberatung.bayern.de).
Tipps für Eltern
- Vermeiden Sie Schuldzuweisungen
Schimpfen wegen schlechten Noten bringt meist überhaupt nichts. Vermeiden Sie daher Vorwürfe, wie Faulheit oder Schlampiges Lernen, sondern versuchen Sie lieber gemeinsam mit Ihrem Kind der Ursache auf den Grund zu gehen. Falls Sie wirklich das Gefühl haben, dass Ihr Kind an den Noten nicht ganz unschuldig ist, besprechen Sie Ihren Verdacht in Ruhe mit ihm. Viele Eltern geben auch der Schule die Schuld an schlechten Noten, zum Beispiel wegen zu großen Klassen oder unkompetenten Lehrkräften. Auch dies ist meist sinnlos, da Sie an diesen Tatsachen eh nicht viel ändern können und selbst die Schule selbst meist machtlos ist. - Gehen Sie der Ursache der schlechten Noten auf den Grund
Analysieren Sie, welche Fächer Ihrem Kind Probleme bereiten und warum dies der Fall ist. Viele Kinder haben einen bestimmten Bereich, der ihnen Probleme bereitet. Beispielsweise sind in den sprachlichen Fächern die Noten gut, aber in Mathe und Physik reicht es nur für die Note 4 und 5. Hellhörig sollten Sie dagegen werden, wenn in allen Fächern die Noten schlecht sind, dies kann durchaus auf Überforderung des Kindes zurückzuführen sein. - Suchen Sie das Gespräch mit der Lehrkraft
Nehmen Sie Sprechstunden und Elternabende wahr, um mit den Lehrern Ihres Kindes in Kontakt zu bleiben. So können diese Sie gleich informieren, wenn es schulische Probleme gibt oder die Leistungen absinken. Auch wenn das schlechte Zeugnis bereits zu Hause liegt, ist im neuen Schuljahr ein Gespräch keineswegs falsch. Unterrichtet derselbe Lehrer wie im Vorjahr, hat dieser eventuell noch Tipps für Sie und Ihr Kind, was anders gemacht werden könnte. Auch bei einem Lehrerwechsel ist ein Gespräch nicht verkehrt. So kann der Lehrer gleich von Beginn an, sofern möglich, auf den Schüler intensiver eingehen. - Lösungsmöglichkeit Nachhilfe
Falls das Kind wie bereits erwähnt in einem bestimmten Fach oder Bereich Probleme hat, sollten Sie über Nachhilfe nachdenken. Dort stehen den Schülern kompetente Ansprechpartner zur Verfügung, die genau an der Schwachstelle der Lernenden ansetzten können. Auch haben diese mehr Zeit, auf Fragen der Schüler einzugehen, was dem Lehrer aufgrund der Klassenstärke und der Fülle an Stoff oft verwehrt bleibt. Auch Sie könne Ihrem Kind anbieten, ihm Hilfe bei den Hausaufgaben zu geben oder diese zumindest zu kontrollieren und bei Fragen zur Verfügung zu stehen. - Lösungsmöglichkeit Schulwechsel
Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Kind überfordert ist und die schlechten Noten sich nicht nur auf einen bestimmten Bereich beschränken, sollten Sie darüber nachdenken, ob es nicht für Ihr Kind besser wäre, auf die darunterliegende Schulart zu wechseln. Meist blühen Schüler, die auf dem Gymnasium lediglich 4en und 5en mit nach Hause gebracht haben, auf der Realschule regelrecht auf. Außerdem hat man heute auch mit Realschulabschluss noch. - Stellen Sie keine zu hohen Anforderungen
Bitte erwarten Sie nicht von Ihrem Kind, dass es im nächsten Jahr von der 5 in Mathe auf eine 2 kommt. Fast jeder Schüler hat ein Fach, das ihm Probleme bereitet, und in dem er trotz großem Aufwand keine gute Note erreicht. Seien Sie auch mit kleinen Verbesserungen zufrieden, zum Beispiel mit einer 4 statt einer 5. Eine schlechte Note im Zeugnis ist sicherlich kein Weltuntergang und wird auch der Karriere des Kindes später einmal nicht schaden. Loben Sie Ihr Kind lieber auch bei kleinen Erfolgserlebnissen.
(Quelle: http://www.antenne.de)


