Was geschah vor …

25 Jahren in Boos?

Die Dominikus-Hertel-Volksschule wurde 1995 durch den südlichen Erweiterungsbau vergrößert.

Neugründung einer Tennisabteilung beim TV Boos 1994, welche heute 85 Mitglieder stark ist. Der Kostenvoranschlag für zwei Tennisplätze belief sich auf 100.000 DM. Mit 40.000 DM bezuschusste die Gemeinde diese Sportanlage. Der TV konnte mit sehr großen Eigenleistungen diese Plätze 1995 und auch noch ein Tennisheim zwei Jahre später errichten und finanzieren. Seit 1995 wird hier Tennis gespielt.

Im Jahre 1995 wurde der Pfarrhof renoviert, dabei entstanden Kosten in Höhe von 375.000 DM.

... 50 Jahren in Boos?

Wiedergründung des Obst- und Gartenbauvereins Boos 1970.

... 75 Jahren in Boos?

Kurz vor Kriegsende am 24. April 1945 konnte eine SS-Kampfeinheit, sie wollte den Vormarsch der Amerikaner ver- oder behindern, von Albert Baur und Tierarzt Hans Niedereder zum Weiterzug bewegt werden. Deshalb rückten die amerikanische Truppen am Donnerstag, dem 26. April 1945 kampflos in Boos ein, ohne dass es zu einem Schuss kam.

Ankunft von ca. 400 Heimatvertriebenen in Boos und 194 in Reichau, überwiegend im Jahr 1945. Diese hart betroffenen deutschen Landsleute brachten am Anfang verständlicherweise nicht nur erhebliche Eingliederungsprobleme, sie bewirkten zugleich auch einen Zuwachs an Ideen und Tatkraft und beeinflussten kulturelle, wirtschaftliche und gesellschaftliche Strukturen positiv.

Da nach dem Zweiten Weltkrieg der sonntägliche Kirchenbesuch sehr zahlreich war, wurden zusätzliche Kirchenbänke dringend benötigt. Im Mai 1945 wurde deshalb das Fürstenchörlein in der mittleren Empore der Pfarrkirche abgebrochen und anschließend eine Verlängerung der dortigen Kirchenbänke vorgenommen.

... 100 Jahren in Boos?

Im Januar 1920 richtete ein Sturm allein im Gemeindewald einen Schaden von 8.000 bis 9.000 Festmetern Windfallholz an.

... 125 Jahren in Boos?

Im ganzen Dorf wurden 1895 Wasserleitungen verlegt und am Waldrand kleinere Wasserstuben errichtet, die Gesamtkosten betrugen 12.500 Mark.

... 150 Jahren in Boos?

Die freiwillige Feuerwehr Boos wurde am 8. Juli 1870 gegründet. Das Spritzenhaus stand damals neben dem Maierhof (=Anwanderhof) am Dorf­platz. Wegen dem Neubau des Schulhauses (heute Rathaus und VG-Gebäude) wurde das Spritzenhaus 1876 abgebrochen. Die Feuerwehr zog zunächst in die Tenne vom alten Schulhaus ein und nach 1880 in „Pfeiffers-Stadel“ um.

In Krieg gegen Frankreich fallen 1870 vier Booser Soldaten. Dies waren: Thaddäus Schütz (24 Jahre alt), Joseph Röhle (23), Martin Rink (23) und Joseph Kolb (22).

Die Westseite der Friedhofsmauer wurde 1870 neu errichtet. Die Gesamtkosten betrugen 763 Gulden und 29 Kreuzer. Als die Hauptstraße (heute Memminger und Babenhauser Straße) 1950 erstmals eine Teerdecke erhielt, wurde die Friedhofsmauer „unterfangen“.

... 200 Jahren in Boos?

Der letzte Scharfrichter von Boos Roman Deigendesch verstarb 1820 nach einem Schlaganfall.

... 400 Jahren in Boos?

Nach dem Tod von Jakobus III. Graf Fugger 1598 traten seine vier Söhne Georg, Johann III., Hieronymus und Maximilian Fugger zunächst ge­meinsam das Erbe an. Per Los wurde am 3. Januar 1620 Johann III. (d. Ä.) Graf Fugger Herr auf Boos und Heimertingen. Er wird deshalb auch als erster Graf Fugger-Boos bezeichnet, weil er mit seiner Familie das hiesige Schloss von 1620 bis 1629 bewohnte. Als sein Bruder Maximilian 1629 verstarb, übernahm er zusätzlich die Herrschaft von Babenhausen und wohnte dann wohl auch dort. Allerdings flüchtete er bereits 1632 mit seiner Familie vor den Schweden ins Exil nach Schwaz/Inntal/Österreich, wo er ein Jahr später im 50. Lebensjahr verstorben ist.

... 425 Jahren in Boos?

Der neue Pfarrer Nikolaus Maurer begann in der Pfarrei Boos ab 25. Juli 1595 mit den "Matrikelbuch-Einträgen" bei Taufen, Hochzeiten und Sterbefällen.

                                                                                                                                         Herbert Schlatterer